Mann läuft in einen Wald. Mit einem Schild wird der Wanderer vor den Zecen gewarnt.
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Gefahr für die Gelenke: Borreliose – wie testen ohne Arzt?

Borreliose, auch bekannt als Lyme-Krankheit, ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Borrelien, insbesondere die Art Borrelia burgdorferi, verursacht wird. Diese spiral- oder schraubenförmigen Bakterien werden hauptsächlich durch den Stich infizierter Zecken der Gattung Ixodes (gemeiner Holzbock) auf den Menschen übertragen. Sie bleiben nicht selten lange unentdeckt und sind oft die Erklärung für langwierige Gelenkbeschwerden.

Borreliose – meist durch die Zecke, meist in der warmen Jahreshälfte

Eine Infektion mit Borrelien tritt vor allem in gemäßigten Klimazonen der nördlichen Hemisphäre auf, wobei die Hauptübertragungszeit in den wärmeren Monaten liegt, wenn die Insekten besonders aktiv sind. Zecken sind in bewaldeten, buschigen und feuchten Gebieten verbreitet, wo sie in hohem Gras, Unterholz oder Laubstreu auf ihre Wirte warten. Sie halten sich bevorzugt in Bodennähe oder an niedrigen Pflanzen auf, um von dort aus Menschen oder Tiere zu befallen. Auch in städtischen Parks und Gärten können die Insekten vorkommen, insbesondere in Regionen mit mildem Klima. Daher wird empfohlen, nach Aufenthalten in der Natur, im Wald, in hohem Gras den Körper sorgfältig auf Zecken zu untersuchen, um Stiche und mögliche Infektionen zu verhindern. Wenn Sie doch von einer Zecke gebissen wurden, nutzen Sie einen Heimtest, um sich auf Borreliose zu testen.

Testkit zum Test zu Hause auf Lyme Borreliose mit Lösung, Testpipette, Reagenz und Testreifen

Borreliose testen – Test ohne Arzt

Die Art Borrelia burgdorferi ist der häufigste Erreger der Lyme-Borreliose. Diese Bakterien haben die Fähigkeit, sich im Körper des Wirts zu verbreiten und verschiedene Gewebe wie Haut, Gelenke, das Nervensystem und das Herz zu infizieren. Die Lyme-Krankheit ist gefährlich, da sie in mehreren Stadien chronisch verlaufen kann und unbehandelt schwere und langanhaltende Gesundheitsschäden verursacht. Zu den frühen Symptomen gehören die charakteristische Wanderröte (Erythema migrans), grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Müdigkeit. In späteren Stadien können Arthritis, neurologische Störungen wie Gesichtslähmungen (Fazialisparese) oder kognitive Beeinträchtigungen sowie Herzrhythmusstörungen auftreten. Die Erkrankung ist besonders tückisch, da die Symptome oft unspezifisch sind und eine späte Diagnose die Behandlung erschweren kann. Mit einer frühzeitigen Therapie durch Antibiotika lässt sich die Borreliose jedoch in den meisten Fällen effektiv behandeln. Hierfür ist ein Borreliose Test für Zuhause sinnvoll.

Erste Anzeichen mit einem Heimtest erkennen

Das erste und häufigste sichtbare Anzeichen einer Lyme-Borreliose ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans). Sie tritt typischerweise innerhalb von drei bis 30 Tagen nach einem Zeckenstich an der Stichstelle auf. Die Rötung beginnt meist als kleine, runde oder ovale Hautverfärbung, die sich im Laufe der Zeit kreisförmig ausbreitet. Charakteristisch für die Wanderröte ist ihr ringförmiges Aussehen: Der Rand der Rötung ist oft stärker gefärbt, während das Zentrum wieder verblassen kann, was ihr ein „Zielscheiben“- oder „Bullaugen“-ähnliches Muster verleiht. Die Größe der Rötung kann stark variieren – von wenigen Zentimetern bis zu einem Durchmesser von mehr als 30 Zentimetern. In manchen Fällen bleibt die Rötung diffus und nicht klar abgegrenzt. Die Wanderröte ist in der Regel schmerzlos und verursacht selten Juckreiz. Ihr Auftreten sollte jedoch immer ernst genommen werden, da sie ein eindeutiger Hinweis auf eine Borrelieninfektion ist. Bei Verdacht auf eine Wanderröte sollten Sie einen Borreliose Selbsttest nutzen und bei positivem Ergebnis umgehend ärztlichen Rat einholen, um eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen. Als Spätfolgen können sonst chroniosche Gelenkentzündungen, dauerhafte Hautveränderungen und neurologische Komplikationen auftreten.

Die Zecke hat zugebissen, die Bissstelle ist rot, darum ein hellerer RIng, darum wieder ein roter. Typisch Bissstelle mit Borrelien-Beteiligung
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Borreliose Schnelltest – wenn die Zecke zugebissen hat

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, wie dem Tragen von langer Kleidung und der Verwendung von Insektenschutzmitteln, kann es passieren, dass Sie von einer Zecke gestochen werden. Holzböcke sind klein und oft schwer zu bemerken. Ein schneller Zeckenfund und die richtige Entfernung sind entscheidend, um das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern wie den Borrelien zu minimieren. Falls Sie von einer Zecke gestochen wurden, kann ein Borreliose-Schnelltest helfen, mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen. Diese Tests sind einfach durchzuführen und analysieren die Zecke auf das Vorhandensein von Borrelien. Solche Gesundheitstests für zu Hause können erste Hinweise geben. Bereits 2 Wochen nach der vermeindlichen Infektion weist unser Test lgM-Antikörper nach, die bis zu 6 Wochen nach der Infektion im Körper nachgewiesen werden können.

Ab wann nach einem Zeckenbiss zuhause testen?

Nach einem Zeckenbiss können Sie sich frühestens einige Wochen später zuhause testen. Ein Heimtest-Testkit zur Früherkennung zum Selbst-Durchführen misst in der Regel Antikörper gegen Borrelien in Ihrem Blut. Diese bildet Ihr Immunsystem jedoch erst nach einer gewissen Zeitspanne – meist zwei bis sechs Wochen nach der Infektion. Deshalb schlagen solche Tests in den ersten Tagen nach dem Zeckenbiss noch nicht an.

Beim Borreliose Test sollten Sie zudem beachten, dass ein positiver Antikörpertest darauf hinweist, dass Ihr Körper Kontakt mit Borrelien hatte, aber keine Unterscheidung zwischen einer aktiven oder überstandenen Infektion trifft. Falls Sie nach einem Zeckenstich Symptome wie die Wanderröte, Fieber, Gelenkschmerzen oder Abgeschlagenheit bemerken, sollten Sie auch ohne Testergebnis umgehend einen Arzt aufsuchen. Der Test dient hauptsächlich dem Gefühl der Sicherheit, wenn keine Symptome nach einem Zeckenbiss auftreten.

Testformular auf Lyme Disease auf dem Blatt liegen Stethoskop, Kugelschreiber und Spritze mit klarer Flüssigkeit.
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Ist der Infektions-Schnelltest ein ELISA-Test?

Ja, denn bei Verdacht auf Lymeorreliose wird der ELISA-Test verwendet, um die vom Immunsystem gebildeten Antikörper der Klassen IgM und IgG nachzuweisen, die auf eine aktuelle oder vergangene Infektion mit Borrelien hinweisen können. IgM-Antikörper sind typischerweise früh in der Infektion nachweisbar, während IgG-Antikörper später erscheinen und länger im Körper bleiben. Ein ELISA-Test (Enzyme-Linked Immunosorbent Assay) ist ein laborbasiertes diagnostisches Verfahren, das zur Bestimmung von Antikörpern gegen bestimmte Krankheitserreger, wie beispielsweise Borrelien, eingesetzt wird. Der Test basiert auf der Bindung spezifischer Antikörper in einer Blutprobe an Antigene, die mit dem gesuchten Erreger in Verbindung stehen. Der Test dient in der Regel als erster Schritt in der Labordiagnostik.

Am Unterarm eines Mannes sieht man die typische Wanderröte, die wenige Zentimeter um die Einstichstelle beginnt und 1-3 Zentimeter im Kreis darum die Bissstelle rötlich verfärbt.
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Borreliose Test: Fazit zum Test ohne Arzt

Ein Zeckenstich birgt das Risiko einer Infektion mit Borrelien, die die Lymeborreliose auslösen können. In seltenen Fällen können auch Bremsen Borrelien verbreiten. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um Komplikationen wie Gelenkentzündungen zu vermeiden. Ein Borreliose Test, der durch Antikörpernachweis arbeitet, spielt hierbei eine zentrale Rolle. Um die Infektion testen zu lassen, stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, darunter Labortests wie der Western Blot. Wie viele andere Heimtests für Infektionen ist auch ein Selbsttest auf Borrelien-Antikörper zum Zuhause-Testen verfügbar. Er kann erste Hinweise auf eine mögliche Infektion geben, ist jedoch weniger zuverlässig und sollten durch Labortests bestätigt werden. Er sorgt bei Symptomlosigkeit für Sicherheit. Bei Symptomen wie der Wanderröte oder einer Gelenkentzündung sollte immer ein Arzt konsultiert werden, da eine frühzeitige Behandlung entscheidend für die Heilung ist. Zur Prävention ist es wichtig, Zeckenstiche durch Schutzkleidung zu vermeiden. Wer dennoch gestochen wurde, sollte die Stelle genau beobachten und bei Auffälligkeiten einen Borreliose Test in Erwägung ziehen. Auf eine Lyme-Krankheit zu testen ist essenziell, um schwerwiegende Folgen zu verhindern und rechtzeitig therapeutische Maßnahmen einzuleiten.