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Verbesserung der Spermienqualität – Produktion anregen, Beweglichkeit verbessern

Samenqualität verbessern – Testen und Verbesserung der Spermien

Stress im Alltag, ungesunde Ernährung, Umweltfaktoren – all das kann Einfluss auf die Spermienqualität haben. Doch wie erkennt man, ob die eigene Fruchtbarkeit beeinträchtigt ist? Während einige Paare schnell Nachwuchs erwarten dürfen, stellt sich bei anderen trotz regelmäßiger Versuche keine Schwangerschaft ein. Ob nach langer Verhütung, vor einer geplanten Familiengründung oder einfach aus Neugier – ein Spermientest kann für Klarheit sorgen. Denn zahlreiche Faktoren wie Hitze, Alkohol oder Rauchen können die Spermienanzahl und Beweglichkeit negativ beeinflussen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann durch einen einfachen Test bequem zu Hause herausfinden, ob alles im optimalen Bereich liegt.

Spermien Beweglichkeit verbessern

Die Fruchtbarkeit eines Mannes hängt maßgeblich von der Qualität und Quantität seiner Spermien ab. Diese beiden Faktoren sind entscheidend, um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung zu erhöhen. Eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Spermienmerkmale zeigt, wie diese miteinander verbunden sind und welche Auswirkungen sie auf die Fruchtbarkeit haben.

Spermien unter dem Mikroskop
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  1. Spermienzahl (Konzentration): Die Spermienzahl bezeichnet die Menge an Spermien, die in einer bestimmten Menge Samenflüssigkeit enthalten sind. Eine normale Spermienkonzentration liegt bei etwa 15 Millionen pro Milliliter. Ein niedriger Spermiengehalt, der als Oligozoospermie bezeichnet wird, kann die Chancen auf eine Befruchtung verringern. Wenn die Spermienzahl zu niedrig ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spermium die Eizelle erreicht und sie befruchtet. Eine sehr niedrige Spermienzahl kann dazu führen, dass eine natürliche Befruchtung schwierig oder unmöglich wird.
  2. Beweglichkeit (Motilität): Die Beweglichkeit ist ein weiterer wesentlicher Faktor für die Fruchtbarkeit. Es gibt zwei Haupttypen von Beweglichkeit: progressive (Bewegung in gerader Linie) und nicht-progressive Beweglichkeit (Bewegung in Kreisen oder sind unbeweglich). Wenn eine hohe Anzahl der Spermien nicht in der Lage ist, sich in gerader Linie zu bewegen, ist es für sie schwierig, die Eizelle zu erreichen. Eine reduzierte Beweglichkeit wird als Asthenozoospermie bezeichnet und ist ein häufiger Grund für Fruchtbarkeitsprobleme bei Männern. Eine niedrige Motilität bedeutet, dass weniger Spermien in der Lage sind, die Eizelle zu erreichen, was die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung erheblich verringert.
  3. Morphologie (Form): Eine normale Spermie hat einen ovalen Kopf und einen langen, schlanken Schwanz, der es ihr ermöglicht, sich effizient vorwärtszubewegen. Bei Männern mit abnormer Spermienmorphologie sind viele möglicherweise missgebildet – etwa mit einem unregelmäßigen Kopf, mehreren Schwänzen oder einem zu kurzen Schwanz. Diese Missbildungen können die Fähigkeit der Spermien, die Eizelle zu befruchten, stark beeinträchtigen. Eine abnormale Morphologie, auch Teratozoospermie genannt, ist ein weiterer häufiger Grund für Fruchtbarkeitsstörungen.
  4. DNA-Integrität der Spermien: Die DNA-Integrität ist von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche Befruchtung und die gesunde Entwicklung des Embryos. Beschädigungen der Sperma-DNA, die durch oxidativen Stress oder Umweltfaktoren wie Rauchen, Drogenkonsum und schlechte Ernährung verursacht werden können, führen dazu, dass die genetische Information nicht korrekt übertragen wird.

Das klassische Spermiogramm – Spermiogramm-Kosten

Ein Spermiogramm ist eine Untersuchung, die zur Analyse der Qualität und der männlichen Fruchtbarkeit verwendet wird. Es bietet wertvolle Informationen über die Spermienzahl, Beweglichkeit, Morphologie und andere relevante Parameter. Bevor das Spermiogramm durchgeführt wird, muss der Patient bestimmte Vorbereitungsmaßnahmen beachten. Der Patient wird gebeten, sich für etwa 2 bis 5 Tage (in der Regel 3 Tage) vor der Untersuchung sexuell zu enthalten, um eine ausreichende Spermienkonzentration zu gewährleisten. Es wird empfohlen, auf Alkohol, Rauchen und Drogen zu verzichten, da diese die Spermienqualität beeinträchtigen können. Zudem sollte der Patient stressige Aktivitäten vermeiden, da Stress ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Spermien-Qualität haben kann. Die Spermienprobe wird in einer Klinik oder einem Labor entnommen, wobei in den meisten Fällen eine Masturbation zur Samengewinnung erfolgt.

Arzt erklärt an einem Spermium Modell die Funktion
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In einigen Fällen kann auch eine sogenannte Kondom-Sammlung verwendet werden, wenn Masturbation nicht möglich ist. Die Entnahme muss in einem sauberen und sterilen Behälter erfolgen. Es ist wichtig, dass die Spermienprobe während der Entnahme und des Transports nicht mit zu niedrigen oder zu hohen Temperaturen in Kontakt kommt, da extreme Temperaturen die Spermienqualität beeinträchtigen können. Nach der Entnahme wird die Probe im Labor untersucht. Die wichtigsten Parameter, die dabei bewertet werden, umfassen die Spermienzahl, die Beweglichkeit (Motilität), die Morphologie, die Viskosität der Samenflüssigkeit, den pH-Wert und das Vorhandensein von Leukozyten. Die Spermiogramm-Kosten betragen rund 100 Euro. Sperma testen, geht aber auch von zu Hause aus.

Verbesserung der Spermien – Fruchtbarkeitstest beim Mann

Das Testen der Spermienqualität zu Hause wird zunehmend beliebter, da es Männern eine bequeme und private Möglichkeit bietet, ihre Fruchtbarkeit zu überwachen. Zu Hause durchgeführte Tests messen in der Regel wichtige Parameter wie Spermienzahl, Beweglichkeit und Morphologie. Diese Tests können helfen, frühe Anzeichen von Fruchtbarkeitsproblemen zu erkennen, ohne sofort einen Arzt aufsuchen zu müssen. Das regelmäßige Testen ermöglicht es Ihnen, Ihre Qualität besser zu verstehen und gezielte Veränderungen im Lebensstil vorzunehmen, wie etwa Ernährungsumstellungen, regelmäßige Bewegung oder das Reduzieren von Stress und schädlichen Gewohnheiten wie Rauchen oder Alkoholkonsum. Auch die Zusammenarbeit mit einem Arzt auf Basis der Testergebnisse kann dazu beitragen, individuelle Behandlungspläne zu entwickeln, die die Fruchtbarkeit langfristig unterstützen.

Baby liegt auf dem Bau des Vaters, der streichelt es
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Kann man die Spermienqualität verbessern?

Die Spermien Beweglichkeit zu verbessern ist möglich! Die Qualität wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter Lebensstil, Ernährung und Umweltbedingungen. Eine gesunde Lebensweise kann dazu beitragen. Besonders wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, die reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen ist. Nährstoffe wie Zink, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren spielen eine wesentliche Rolle bei der Spermienproduktion und -gesundheit. Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt die Durchblutung sowie den Hormonhaushalt und kann die Spermienqualität verbessern, während übermäßiger Stress negative Auswirkungen auf die Spermien-Qualität haben kann. Auch Umweltfaktoren wie Hitze oder Schadstoffbelastung können eine Rolle spielen. Es wird empfohlen, längere Aufenthalte in heißen Bädern oder auf beheizten Autositzen zu vermeiden, da hohe Temperaturen die Spermienproduktion vorübergehend reduzieren können. Ebenso kann der Schutz vor Umweltgiften, beispielsweise durch den Verzicht auf Pestizide oder Weichmacher in Plastikprodukten, die Beweglichkeit verbessern und die Samenqualität verbessern.

Packung eines Spermatests von De Medische Tester

Medizinische Maßnahmen zur Verbesserung der Spermienqualität

Eine medizinische Abklärung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn trotz einer gesunden Lebensweise über einen längeren Zeitraum keine Verbesserung der Spermienqualität eintritt oder wenn spezifische Symptome auf eine zugrunde liegende Erkrankung hindeuten. Dazu zählen beispielsweise hormonelle Ungleichgewichte, die durch eine Dysregulation von Testosteron verursacht werden können, sowie Infektionen im Genitalbereich, die die Spermienproduktion oder -beweglichkeit beeinträchtigen. Durch gezielte Diagnostik, etwa mittels Hormonanalyse oder Spermiogramm, lassen sich solche Ursachen identifizieren und in vielen Fällen wirksam behandeln, beispielsweise durch eine Hormontherapie oder eine gezielte antibiotische Behandlung bei Infektionen.