Ein Notfall, eine Blutspende, eine geplante Operation – es gibt viele Situationen, in denen die eigene Blutgruppe eine wichtige Rolle spielt. Doch nicht jeder kennt sie. Vielleicht steht eine Reise an, und man möchte für den Ernstfall vorbereitet sein, oder man interessiert sich einfach aus Neugier für die eigene Blutgruppenbestimmung. Wer nicht erst auf eine ärztliche Untersuchung warten möchte, kann mit einem Blutgruppen-Schnelltest zu Hause schnell und unkompliziert Klarheit gewinnen. Diese Tests, die in Apotheken und Drogeriemärkten wie DM erhältlich sind, liefern innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis – eine praktische Lösung für alle, die ihre Blutgruppe bestimmen möchten, ohne lange auf Laborwerte zu warten. Jetzt erhalten Sie einen Blutgruppen-Selbsttest auch online.

Wie viele Blutgruppen gibt es?
Es gibt verschiedene Blutgruppen, die durch das Vorhandensein oder Fehlen bestimmter Antigene auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen definiert werden. Das bekannteste System zur Klassifikation ist das AB0-System, das vier Hauptgruppen umfasst: A, B, AB und 0. Bei Blutgruppe A sind Antigene vom Typ A auf den roten Blutkörperchen vorhanden, bei B Antigene vom Typ B. AB weist sowohl A- als auch B-Antigene auf, während Blutgruppe 0 keine dieser Antigene besitzt. Ergänzend dazu spielt der Rhesusfaktor (Rh-Faktor) eine entscheidende Rolle, der entweder positiv (Rh+) oder negativ (Rh-) sein kann. Dieser Faktor wird durch das Vorhandensein oder Fehlen des D-Antigens bestimmt. Kombiniert ergeben AB0-System und Rhesusfaktor acht gängige Möglichkeiten:
A+, A-, B+, B-, AB+, AB-, 0+ und 0-.
Neben dem AB0- und Rhesus-System existieren weitere Blutgruppensysteme, wie das Kell-, Duffy- oder MNS-System, die jedoch seltener im Fokus stehen und vor allem in der medizinischen Forschung oder bei speziellen Transfusionsanforderungen relevant sind. Worin unterschieden sich Blutgruppen? Die Verteilung variiert weltweit stark und ist genetisch bedingt. In der Medizin ist die genaue Bestimmung der Blutgruppe essenziell, insbesondere bei Bluttransfusionen, da inkompatible Blutkonserven zu lebensbedrohlichen Reaktionen führen können. Blutgruppe 0- gilt dabei als „Universaldonor“, da sie keine Antigene trägt und somit von allen Empfängern toleriert wird, während AB+ als „Universalempfänger“ fungiert, da Personen mit dieser Blutgruppe keine Antikörper gegen A-, B- oder Rh-Antigene bilden.

Woher weiß ich, welche Blutgruppe ich habe?
Um herauszufinden, welche Blutgruppe Sie haben, ist eine Bestimmung erforderlich, die in der Regel durch einen medizinischen Test erfolgt. Dieser Test kann von Ihrem Hausarzt, einem Labor oder einer Blutspendezentrale durchgeführt werden – aber auch als Selbsttest. Dabei wird eine kleine Blutprobe entnommen, die anschließend auf die Antigene des AB0-Systems (A, B, AB oder 0) sowie den Rhesusfaktor (Rh+ oder Rh-) untersucht wird. Die Analyse erfolgt meist mittels serologischer Methoden, bei denen spezifische Antikörper mit Ihrem Blut reagieren und so ein eindeutiger Test der Blutgruppe möglich ist.
Falls Sie bereits Blut gespendet haben, können Sie Ihre Blutgruppe auch auf Ihrem Blutspendeausweis finden, da diese dort nach der Spende eingetragen wird. Ebenso könnten frühere medizinische Unterlagen, wie beispielsweise bei Operationen oder Schwangerschaften, Angaben zu Ihrer Blutgruppe enthalten. Alternativ bieten einige Apotheken oder medizinische Einrichtungen Schnelltests an, die jedoch weniger präzise sein können und idealerweise durch einen Labortest bestätigt werden sollten.
Test der Blutgruppe zur Blutgruppen-Bestimmung
Blutgruppen-Schnelltests sind eine einfache und schnelle Möglichkeit, die eigene Blutgruppe selbst zu bestimmen. Solche Blutgruppentester sind nicht nur in Apotheken sowie Drogeriemärkten wie DM und Rossmann erhältlich, sondern auch online! Ein Selbsttest bietet eine bequeme Alternative zur Blutgruppenbestimmung beim Arzt. Die Tests funktionieren auf Basis eines einfachen Tropfen-Blutverfahrens, bei dem eine kleine Menge Blut aus der Fingerkuppe entnommen und auf ein Testfeld gegeben wird. Anhand der Reaktion mit speziellen Antikörpern wird die Blutgruppe sichtbar. Die Kosten variieren je nach Anbieter und Testmethode. Wer seine Blutgruppe bestimmen möchte, kann bereits für einen niedrigen zweistelligen Betrag einen Schnelltest erwerben. Dies ist besonders praktisch für Menschen, die das aus persönlichem Interesse oder für medizinische Zwecke wissen möchten. Dennoch sollte bei Unsicherheiten oder medizinischer Relevanz eine professionelle Blutgruppenbestimmung durch einen Arzt in Erwägung gezogen werden.

Wie funktioniert der Test?
Ein Blutgruppen-Selbsttest, auch als Heimtest bekannt, ermöglicht es Ihnen, Ihre Blutgruppe (AB0-System und Rhesusfaktor) eigenständig zu bestimmen, ohne ein Labor aufsuchen zu müssen. Solche Gesundheitstests für zu Hause basieren auf einer vereinfachten serologischen Methode, die spezifische Antigen-Antikörper-Reaktionen nutzt. Im Folgenden wird der Ablauf professionell erläutert. Der Test besteht in der Regel aus einem Kit, das eine Testkarte mit vorgegebenen Feldern, eine Lanzette zur Blutentnahme, Pipetten oder Kapillarröhrchen, eine Testflüssigkeit (oft Kochsalzlösung) und Antiseren (Anti-A, Anti-B und Anti-D für den Rh-Faktor) enthält. Zunächst reinigen Sie einen Finger gründlich, typischerweise mit einem beiliegenden Alkoholtupfer, und stechen mit der Lanzette vorsichtig in die Fingerspitze, um einen kleinen Tropfen Blut zu gewinnen. Dieses Blut wird dann mit der Pipette oder direkt auf die markierten Felder der Testkarte aufgetragen, die jeweils mit den Antiseren vorbereitet sind.
Nach dem Auftragen des Blutes fügen Sie die entsprechenden Antiseren hinzu: Anti-A in ein Feld, Anti-B in ein weiteres und Anti-D in ein drittes. Anschließend mischen Sie das Blut mit den Antiseren, oft durch leichtes Kippen der Karte oder mit einem Stäbchen, und warten einige Minuten (die genaue Zeit ist in der Anleitung angegeben). Die Reaktionen werden visuell ausgewertet: Wenn das Blut in einem Feld verklumpt (Agglutination), bedeutet dies, dass das entsprechende Antigen vorhanden ist. Beispielsweise zeigt eine Verklumpung im Anti-A-Feld das Vorhandensein des A-Antigens an, während keine Reaktion auf ein Fehlen hinweist. Das Ergebnis wird dann mit einer Tabelle oder Anleitung abgeglichen, um Ihre Blutgruppe zu bestimmen (z. B. A+, B-, AB+, 0-).

Selbsttest zu Hause – nur ein Tropfen Blut und ein Testkit
Ein Schnelltest ermöglicht es, die eigene Blutgruppe schnell und unkompliziert zu bestimmen – ideal für Notfälle, Reisen oder aus persönlichem Interesse. Selbsttests liefern dabei innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis. Der Selbsttest funktioniert durch das Mischen einer Blutprobe aus der Fingerkuppe mit speziellen Antiseren. Anhand der Agglutination lassen sich die vorhandenen Antigene bestimmen. Diese Tests sind kostengünstig und einfach anzuwenden, sollten bei Unsicherheiten aber durch eine professionelle Blutgruppen-Bestimmung ergänzt werden.